3d Druckerbrände: Ansätze zum automatischen Löschen von Bränden

Dieser Artikel gehört zu dem Artikel “Sicherheit von 3d Druckern erhöhen” und beschäftigt sich mit dem automatischen Löschen von möglichen Feuern.

Kriterien für mich sind, dass die Löschung automatisch passiert und die Lösung in einer typischen Einhausung eines 3d Druckers montierbar ist.

Folgende Lösung habe ich nach intensiver Suche gefunden:

Mabo(*)

Beim Mabo Löschsystem der Firma Flamark Super handelt es sich um eine ca. 30 cm lange und ca. 8 cm durchmessende Ampulle die mit 600ml Löschflüssigkeit gefüllt ist. Bei einer Temperatur von knapp 80 Grad wird die Löschflüssigkeit verteilt.

Mehr Informationen hier und hier

Preis: ca. 130 € (10 Jahre nutzbar)

Fazit: Interessanter Ansatz und tatsächlich die einzige Lösung, die ich mir gerade vorstellen kann und verfügbar ist. Mit 130€ nicht ganz billig.

Löschbälle

Löschbälle sind pyrotechnische Feuerlöscher. Vereinfacht ausgedrückt explodieren die Bälle, wenn sie mit Feuer in Kontakt kommen, und verteilen durch die Explosion das Löschpulver.

Ein (unwissenschaftlicher) “Test” findet ihr hier, mehr Informationen hier

Preis: 80€ (original)

Fazit: Wenn man sich die Explosion anschaut, wird von der Einhausung nicht viel über bleiben und die 1,3 kg Löschpulver werden in der ganzen Wohnung Schäden anrichten. Auch sind die Bälle mit einem Durchmesser von knapp 15 cm für den Einsatzzweck unhandlich.

Löschcookie

Löschcookie ist der kleine Bruder der Löschbälle. Mit einem Durchmesser von 13 cm und einer Dicke von 4 cm ist er jedoch deutlich kleiner und enthält nur 0,5 kg Löschpulver.

Beispielanwendung im Werbevideo

Preis: 25€

Fazit: Das Werbevideo zeigt, dass die Menge an Löschpulver für den Einsatzzwecke deutlich besser geeignet ist. Ich würde über den Löschcookie nachdenken, wenn man ihn denn kaufen könnte. Stand heute (Okt 2019) habe ich keinen Shop gefunden, wo ich ihn kaufen könnte.

Löschgranulat

Löschgranulat besteht aus kleinen Blähglaskugeln. Wenn das Löschgranulat mit dem Feuer in Kontakt kommt, schmilzt das Blähglas und nimmt dabei Energie auf. Außerdem umschließt es das Feuer im Idealfall luftdicht.

Primär genutzt wird Löschgranulat für Brände der Klasse D. Dies sind Metalbrände, also z.B. wenn ein Lipo-Akkus brennt. Während Extrover, als ein Vertreter von Löschgranulat, nur für Metallbrände ausgelegt ist, ist PyroBubbles auch für die Klassen A, B, F ausgelegt.

Preis: 15€ für 5 Liter(*)

Fazit: sehr schwierig zu bewerten. Der Anwendungsfokus liegt auf Metallbrände. In habe keine Anhaltspunkte gefunden, wie viel Liter Löschgranulat man benötigt, um ein Gerät in der Größe eines 3d Druckers zu löschen.

Automatische Pulverlöscher

Die automatischen Pulverlöscher lösen in der Regel bei einer bestimmten Temperatur automatisch aus, je nach Modell zwischen 70°C und 140°C. Das Pulver ist für Brände der Klassen A, B und C ausgelegt.

Preis: ab ca. 60€(*)

Fazit: Ähnlich wie bei den Bällen, werden die 1 kg Löschpulver in der ganzen Wohnung Schäden anrichten. Auch sind die Feuerlöscher mit einer Länge von knapp 28 cm und einem Durchmesser von knapp 110 cm für den Einsatzzweck unhandlich.

EDIT: Dez 2019: Automatische Pulverlöscher hinzugefügt

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2 Gedanken zu „3d Druckerbrände: Ansätze zum automatischen Löschen von Bränden“

  1. 80Grad für das Auslösen ist schon etwas knapp denke ich.
    Es gibt für Autos ein System von Proteng. 2m Langer Schlauch der bei 120 Grad platzt.
    Den bin ich mir am überlegen.
    Man müsste auch nur einen kleinen Teil in der Kiste verlegen und der Rest kann außerhalb lagern. Platzen wird er ja da wo die Hitze ist. Kosten auch ca 150.-

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